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Holzböden für den Außenbereich

Holzbeläge auf Terrassen und Balkonen erfreuen sich zunehmender Beliebtheit. Beachtet man ein paar Grundregeln bei Konstruktion und Pfl ege, sind sie auch dauerhaft und langlebig.
Holz ist warm, hygienisch, schadstoffarm und CO2-neutral. Als Naturprodukt fügt es sich nahtlos in die Gartenumgebung ein und eröffnet vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten. Holzböden im bewitterten Außenbereich sind jedoch extremen Belastungen ausgesetzt. Damit Sonne, Regen, Wind und Temperaturschwankungen dem Balkon- oder Terrassenbelag aus Holz nichts anhaben können, muss folgendes unbedingt beachtet werden.
 
1. Wahl der Holzart

 Eine der wichtigsten Eigenschaften für den Einsatz von Holz im Außenbereich ist die natürliche Dauerhaftigkeit. Unter den heimischen Hölzern ist diese bei Robinie besonders hoch. Auch Lärche weist unter der Voraussetzung, dass sie ohne Erdkontakt zum Einsatz kommt, gute Werte auf.

Bei jeder verwendeten Holzart ist insbesondere auf zertifi ziertes Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft (z.B. PEFC- oder FSC-Siegel) zu achten. Modifi zierte Hölzer wie Thermoholz oder druckimprägniertes Holz sind ebenfalls von hoher Dauerhaftigkeit. Übersicht über die Eigenschaften verschiedener Holzarten:

  • Robinie: Dauerhaftigkeit 1-2, sehr gute Dauerhaftigkeit und hart.
  • Lärche: Dauerhaftigkeit 3-4. Neigt zur Harzbildung. Verfärbung bei Kontakt mit Metall möglich.
  • Kiefer: Dauerhaftigkeit 3-4. Gut geeignet zur Druckimprägnierung. viele Äste.
  • Termo-Kiefer: Dauerhaftigkeit 1-3. Hohe Dauerund Witterungsbeständigkeit, Schädlingsresistent, formstabil.

2. Farbe

 Die Farbe der jeweiligen Holzart sollte bei der Materialwahl nicht überbewertet werden. Alle unbehandelten, bewitterten Holzoberfl ächen nehmen nämlich mit der Zeit eine ähnliche, graue Färbung an. Die Verwitterung ist eine natürliche Veränderung und stellt keinen Mangel dar. Einzige Möglichkeit, das Vergrauen zu verhindern, ist eine Behandlung mit Ölen oder Lasuren. Wer sich jedoch für einen Anstrich entscheidet, muss diesen in Intervallen wiederholen.


3. Konstruktiver Schutz

Oberstes Gebot ist es, eine längere Durchfeuchtung der Holzböden im Freien zu verhindern und ein rasches Abtrocknen zu gewährleisten. In feuchtem Holz siedeln sich holzzerstörende Pilze an, es kommt zu Fäulnisschäden und zum Versagen der Konstruktion. Schutz vor Nässe wird durch eine gut durchlüftete Konstruktion erreicht. Die Kontaktfl ächen zwischen den Hölzern sollten so gering wie möglich sein, Bodenkontakt sollte gar nicht oder nur kaum bestehen. Um Wasser abzuleiten, sollte der Untergrund horizontaler Holzkonstruktionen mit einem Mindestgefälle von 2 Prozent ausgeführt werden


4. Dielen richtig verlegen

 Um Verwerfungen, Rissen und Schädlingsbefall vorzubeugen, sollte der Feuchtegehalt der verwendeten Hölzer zwischen 12 und 18 Prozent liegen. Die Bodenbretter sollten eine Breite von max. 140 mm haben, ideal sind 80 bis 100 mm. Die Dicke ist in Abhängigkeit vom Abstand der Traghölzer zu wählen, sollte jedoch mindestens 20 mm betragen. Damit die Fugen trotz Quellen bei Nässe offen bleiben und Schmutz durchfallen kann, sollten sie mind. 7 mm breit sein.
Am besten eignen sich Verbindungsmittel aus Edelstahl. Unverzinkte Nägel und Schrauben sollten überhaupt nicht, verzinkte nur für verdeckte Befestigungen verwendet werden. Bei einer Verletzung der Zinkschicht sind nämlich Korrosion und damit eine Verfärbung des Holzes nahezu unvermeidbar. Zu tief eingedrehte Schrauben auf waagrechten Oberflächen verursachen Staunässe. Gerbstoffreiche Hölzer wie die Lärche verfärben sich bei Kontakt mit Eisen dunkel. Wir empfehlen die Verwendung von Befestigungsclips in Edelstahl.

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